Page 34 - Kundenzeitung
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MEINE GANZ PERSÖNLICHEN
„MARMELADENGLASMOMENTE“
MARIE – FRIEDERIKE BÖSENROTH
anchmal sind es die klei- einzigartige Fähigkeiten und Bedürf-
nen, besonderen Momente, nisse. Mein Ziel ist es, genau darauf
Mum bei der Arbeit mit Men- einzugehen und so die Selbständig-
schen mit Beeinträchtigung seine keit und Lebensqualität jedes Einzel-
wahre Passion zu entdecken. nen zu steigern“, erklärt sie.
Für Marie – Friederike Bösenroth ist Obwohl Marie – Friederike Bösenroth
genau das immer wieder Motivation. noch nicht lange im Unternehmen
Sie begann ihren beruflichen Werde- ist, war sie positiv überrascht von
gang im pharmazeutischen Bereich, der offenen und freundlichen Atmo-
spürte jedoch, dass ihr etwas Ent- sphäre. „Ich hatte sofort das Gefühl,
scheidendes fehlte: die Arbeit mit geschätzt zu werden und ein wich-
Menschen. „Ich habe mich immer tiger Teil des Teams zu sein.“ Jeden
für deren Persönlichkeiten und Ge- Morgen freut sie sich darauf, zur
schichten interessiert. Besonders Arbeit zu fahren, weil sie weiß, dass
Menschen mit Beeinträchtigungen viele schöne Momente mit den Kli-
haben mich schon immer fasziniert, enten auf sie warten. „Jeder Tag ist
weil sie oft eine beeindruckende in- anders und ich bin gespannt, welche Marie – Friederike Bösenroth
nere Stärke und Ehrlichkeit ausstrah- neuen Herausforderungen und Erleb-
len“, berichtet sie. nisse auf mich warten,“ sagt sie.
Nach dieser Erkenntnis entschied sie Marie – Friederike Bösenroth meint,
sich für eine Ausbildung zur Heiler- dass die Klienten spüren, dass sie
ziehungspflegerin. Heute arbeitet sie mit Leidenschaft, Begeisterung und
mit viel Engagement im Förderbe- Engagement arbeitet. „Ich bin mit
reich der Stiftung Finneck in Artern. Freude bei der Sache und ehrlich,
Ihr Arbeitsalltag ist abwechslungs- auch an einem nicht so guten Tag.
reich und bereichernd. Diese Ehrlichkeit und Authentizität
schafft Vertrauen,“ sagt sie. Erfolge
Zu ihren Aufgaben gehört es, Men- sieht sie vor allem in den kleinen
schen mit Beeinträchtigungen in ihren Dingen: ein Lächeln, ein Fortschritt,
Alltagskompetenzen zu unterstützen den ein Klient macht, oder das Ge-
und zu fördern. Ob beim Einkaufs- fühl, dass sich jemand wohl und ver-
training, gemeinsamen Kochen oder standen fühlt. „Diese Momente sind
der Körperhygiene – sie ist immer da- unbezahlbar und für mich „Marme-
rauf bedacht, die Klienten individuell ladenglasmomente“ – sie bleiben
nach ihren Stärken und Interessen mir immer im Gedächtnis und zau-
zu unterstützen. „Jeder Mensch hat bern mir ein Lächeln ins Gesicht“.
34 Tintenfisch Sommer 2025

