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MEINE GANZ PERSÖNLICHEN





           „MARMELADENGLASMOMENTE“






           MARIE – FRIEDERIKE BÖSENROTH






                   anchmal sind es die klei-  einzigartige Fähigkeiten und Bedürf-
                   nen, besonderen Momente,  nisse. Mein Ziel ist es, genau darauf
          Mum bei der Arbeit mit Men-         einzugehen  und  so  die  Selbständig-
           schen mit Beeinträchtigung seine  keit und Lebensqualität jedes Einzel-
           wahre Passion zu entdecken.        nen zu steigern“, erklärt sie.

           Für Marie – Friederike Bösenroth ist  Obwohl Marie – Friederike Bösenroth
           genau das immer wieder Motivation.  noch  nicht  lange  im  Unternehmen
           Sie begann ihren beruflichen Werde-  ist, war sie positiv überrascht von
           gang im pharmazeutischen Bereich,  der offenen und freundlichen Atmo-
           spürte jedoch, dass ihr etwas Ent-  sphäre. „Ich hatte sofort das Gefühl,
           scheidendes  fehlte:  die  Arbeit  mit  geschätzt zu werden und ein wich-
           Menschen.  „Ich  habe  mich  immer  tiger Teil des Teams zu sein.“ Jeden
           für deren Persönlichkeiten und Ge-  Morgen freut sie sich darauf, zur
           schichten interessiert. Besonders  Arbeit zu fahren, weil sie weiß, dass
           Menschen mit Beeinträchtigungen  viele schöne Momente mit den Kli-
           haben mich schon immer fasziniert,  enten auf sie warten. „Jeder Tag ist
           weil sie oft eine beeindruckende in-  anders und ich bin gespannt, welche             Marie – Friederike Bösenroth
           nere Stärke und Ehrlichkeit ausstrah-  neuen Herausforderungen und Erleb-
           len“, berichtet sie.               nisse auf mich warten,“ sagt sie.

           Nach dieser Erkenntnis entschied sie  Marie – Friederike Bösenroth meint,
           sich für eine Ausbildung zur Heiler-  dass  die Klienten  spüren,  dass  sie
           ziehungspflegerin. Heute arbeitet sie  mit Leidenschaft, Begeisterung und
           mit viel Engagement im Förderbe-   Engagement  arbeitet.  „Ich  bin  mit
           reich der Stiftung Finneck in Artern.  Freude bei der Sache und ehrlich,
           Ihr Arbeitsalltag ist abwechslungs-  auch an einem nicht so guten Tag.
           reich und bereichernd.             Diese Ehrlichkeit  und Authentizität
                                              schafft Vertrauen,“ sagt sie. Erfolge
           Zu ihren Aufgaben gehört es, Men-  sieht sie vor allem in den kleinen
           schen mit Beeinträchtigungen in ihren  Dingen: ein Lächeln, ein Fortschritt,
           Alltagskompetenzen zu unterstützen  den ein Klient macht, oder das Ge-
           und  zu fördern. Ob  beim  Einkaufs-  fühl, dass sich jemand wohl und ver-
           training, gemeinsamen Kochen oder  standen fühlt. „Diese Momente sind
           der Körperhygiene – sie ist immer da-  unbezahlbar und für mich „Marme-
           rauf bedacht, die Klienten individuell  ladenglasmomente“  – sie bleiben
           nach ihren Stärken und Interessen  mir immer im Gedächtnis und zau-
           zu unterstützen. „Jeder Mensch hat  bern mir ein Lächeln ins Gesicht“.










           34  Tintenfisch  Sommer 2025
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