Page 3 - Kundenzeitung
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EDITORIAL
enn wir heute auf unseren Unternehmensverbund bli-
cken, sehen wir eine Organisation, die in Bewegung
wist – und das im besten Sinne. In den letzten Jahren
haben wir gemeinsam viel erreicht: Aus einer überschauba-
ren Stiftung ist ein wachsender Unternehmensverbund ge-
worden, mit neuen Angeboten, neuen Tochtergesellschaften
und einer stetig steigenden Verantwortung für die Klienten.
Dieses Wachstum ist kein Selbstzweck. Es ist Ausdruck unse-
rer Haltung: Wir wollen Menschen unterstützen, dort wo sie
uns brauchen – bedarfsgerecht, verlässlich und mit hoher
Qualität. Neue Standorte, neue Systeme, neue Kolleginnen
und Kollegen, neue Aufgaben – das alles sind sichtbare Zei-
chen unserer Weiterentwicklung.
Gleichzeitig wissen wir: Veränderung ist nie nur rational. Sie
löst auch Gefühle aus. Immer wieder höre ich, dass es man-
chen schwerfällt, den Wandel nachzuvollziehen – dass sie
das Kleine, Vertraute, Überschaubare vermissen. Dass sie
sich nach der Zeit sehnen, in der man alle kannte, in der
Wege kurz und Strukturen einfach waren. Und ja, ich ver-
stehe das gut.
Wachstum bringt nicht nur Chancen, sondern auch Heraus-
forderungen mit sich. Es kann sich anstrengend anfühlen –
wie ein „Wachstumsschmerz“. Und doch bin ich überzeugt:
Der Weg, den wir gemeinsam gehen, ist richtig. Er verlangt
uns viel ab, aber er eröffnet auch neue Möglichkeiten – für
unsere Klienten, für unsere Teams und für jede und jeden
Einzelnen in unserem Unternehmensverbund.
Gerade deshalb ist es mir wichtig, dass wir bei aller Dynamik
nicht vergessen, wer wir sind und wofür wir stehen. Nähe,
Verlässlichkeit und Wertschätzung dürfen nicht auf der Stre-
cke bleiben – im Gegenteil: Sie müssen wachsen mit dem
Unternehmen. Dazu gehört auch, dass wir unsere Mitarbei-
tenden mitnehmen, entwickeln, fördern und an uns binden.
Denn unser Erfolg steht und fällt mit den Menschen, die ihn
Tag für Tag möglich machen. Wachstum mit Haltung – das ist
unser Anspruch.
Besonders in der Advents- und Weihnachtszeit wird uns be-
wusst, worauf es wirklich ankommt: Miteinander, Vertrau-
en und Hoffnung. In der biblischen Weihnachtsgeschichte
beginnt auch alles im Kleinen – und doch verändert sich
die Welt. Das ermutigt mich: Auch unser Weg darf von Hoff-
nung getragen sein – im Großen wie im Kleinen, heute und
in Zukunft.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine gesegnete Ad-
vents- und Weihnachtszeit – und danke Ihnen von Herzen
für alles, was Sie in diesem Jahr bewegt und geleistet haben.
Silke Kösling
Tintenfisch Winter 2025 3

