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Mitarbeiterinnen unseres Pflegedienstes und unserer Tagespflege machten am 24. August 2026 auf die möglichen Folgen der geplanten Pflegereform aufmerksam.
Unsere Kolleginnen Anne-Marie Ernst, Janine Gebhardt und Melanie Wagner aus dem Pflegedienst und der Tagespflege beteiligten sich am Montag an der zentralen Demonstration gegen den aktuellen Entwurf der Pflegereform in Erfurt.
Gemeinsam mit Pflegekräften, Vertreter*innen von Pflegeeinrichtungen, pflegenden Angehörigen und weiteren Unterstützerinnen zogen sie vom Erfurter Bahnhofsvorplatz bis zur Staatskanzlei. Zu dem Protest hatte der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) Thüringen gemeinsam mit weiteren Sozialverbänden aufgerufen.
Kritik an den geplanten Änderungen
Im Mittelpunkt des Protests standen vier zentrale Kritikpunkte. Dazu gehört die aus Sicht der Verbände drohende Benachteiligung tarifungebundener bzw. privater Einrichtungen bei der Refinanzierung von Gehältern. Obwohl Pflegekräfte auf Tarifniveau bezahlt werden müssen, könnten im Bereich der ambulanten häuslichen Krankenpflege, der Haushaltshilfe und der außerklinischen Intensivpflege künftig unterschiedliche Bedingungen für tarifgebundene und tarifungebundene Anbieter gelten.
Kritisch gesehen werden außerdem die geplanten Veränderungen bei den Beratungsangeboten. Ambulante Pflegedienste beraten pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen seit vielen Jahren direkt in ihrem Zuhause. Werden diese bewährten Strukturen verlagert, könnten wertvolle Erfahrungen und die unmittelbare Nähe zu den Betroffenen verloren gehen.
Darüber hinaus besteht die Sorge, dass Pflegedienste bestimmte ambulante Leistungen und flexible Entlastungsangebote künftig nur noch eingeschränkt anbieten können. Die Folgen würden insbesondere pflegebedürftige Menschen und ihre Familien im Alltag spüren.
Auch der Fachkräftemangel bleibt nach Einschätzung der beteiligten Verbände im aktuellen Reformentwurf weitgehend ungelöst. Konkrete Maßnahmen wie eine schnellere Anerkennung internationaler Pflegekräfte finden bislang nicht ausreichend Berücksichtigung.
Verlässliche Rahmenbedingungen für die Pflege
Auch wir sehen den aktuellen Entwurf kritisch und machen uns für eine Pflegereform stark, die faire und verlässliche Rahmenbedingungen schafft. Bewährte Beratungs- und Versorgungsangebote müssen erhalten bleiben, Pflegeeinrichtungen wirtschaftlich handlungsfähig sein und pflegebedürftige Menschen auch künftig eine gute, wohnortnahe Unterstützung erhalten