Page 7 - Kundenzeitung
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Neben dem Geburtstagslied „Heute kann es regnen
…“ singen sie oft „Halte zu mir, guter Gott“. Beson-
ders schön: Zu diesem Lied gibt es Bewegungen,
sodass auch Kinder, die nicht sprechen können,
aktiv mitmachen.
Frau Müller wartet an diesem besonderen Tag in
der Caféteria auf die Gratulanten. Nicht immer
findet das kleine Ständchen dort statt. Manche
Bewohner sind bettlägerig, dann findet es auch
manchmal im Zimmer des Jubilars statt. Manch-
mal sind Angehörige dabei – manchmal auch nicht.
Doch egal, wer im Raum ist: Der Moment, in dem
die Stimmen erklingen, ist immer berührend. Die
Senioren strahlen, klatschen oder summen leise
mit. Manche sind zu Tränen gerührt.
„Unsere Schüler lernen dadurch, dass Geburtstage
etwas Besonderes sind“, sagt Susanne Schläger.
„Sie erleben, wie schön es ist, anderen eine Freu-
de zu bereiten. Und sie erfahren, dass auch kleine
Gesten eine große Wirkung haben können.“
Für die Bewohner sind diese Besuche oft das schöns-
te Geschenk. „Die Reaktionen sind immer herzlich
und voller Dankbarkeit“, erzählt die Pädagogin. „Vie-
le von ihnen bekommen nicht mehr so oft Besuch.
Wenn dann plötzlich eine Gruppe Kinder singt und
ihnen ein selbstgemachtes Geschenk überreicht, ist
das ein Moment, der lange nachhallt.“
So ist aus einer einfachen Geburtstagsgratulation
eine kleine Tradition geworden – eine Tradition,
die nicht nur Brücken zwischen Generationen
schlägt, sondern auch zeigt, wie viel Wärme in
einem Lied, einem Geschenk und einem gemein-
samen Lächeln steckt.

