Page 27 - Kundenzeitung
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Ambulanter Pflegedienst
EIN STÜCK ALLTAG
ZURÜCKGEBEN
Christine Speich – Hauswirtschaftskraft im Pflegedienst
enn Christine Speich morgens zu ihren Klienten den, was wirklich zu mir passt“, erzählt sie. Heute weiß
aufbricht, packt sie nicht nur Putzmittel und sie: der Pflegedienst ist genau der richtige Ort. Hier kann
WEinkaufstasche ein – sie bringt auch Zeit, Auf- sie ihre praktische Arbeit mit echtem zwischenmenschli-
merksamkeit und Herz mit. Seit einem Jahr ist die Quer- chem Kontakt verbinden – und das schätzt sie besonders.
einsteigerin als Hauswirtschaftskraft im ambulanten Pfle-
gedienst des Unternehmensverbunds Stiftung Finneck Auch in Sachen Work-Life-Balance hat Christine ihren Weg
unterwegs und sorgt dafür, dass Menschen in ihrer ver- gefunden: in enger Abstimmung mit Pflegedienstleitung
trauten Umgebung leben können – mit der Unterstützung, Melanie Wagner arbeitet sie in einer Vier-Tage-Woche.
die sie brauchen. Montag bis Donnerstag ist sie voll im Einsatz, der Freitag
gehört ihr. „Das funktioniert super – und ich bin froh, dass
Was auf dem Papier als Entlastungsleistung bezeichnet wir hier so flexibel planen können“, sagt sie.
wird, ist in Wirklichkeit weit mehr als eine saubere Woh-
nung. „Es geht darum, den Menschen ein Stück Alltag zu- Im Pflegedienst-Team arbeiten Pflegefachkräfte, Pflege-
rückzugeben“, sagt Christine. Sie hilft, wo Unterstützung hilfskräfte und Hauswirtschaftskräfte Hand in Hand – im-
gebraucht wird: beim Einkaufen, beim Wäsche waschen, mer mit dem Ziel, die Klienten bestmöglich zu unterstüt-
beim Aufräumen oder einfach, um gemeinsam Ordnung zen. Pflegedienstleitung Melanie Wagner betont: „Gerade
ins Leben zu bringen. Manchmal bedeutet das, den Klien- diese Zusammenarbeit macht uns stark. Jede und jeder
ten zu zeigen, wie sie bestimmte Aufgaben selbst wieder bringt seine ganz eigenen Stärken ein und gemeinsam
übernehmen können. „Das schönste Gefühl ist, wenn je- schaffen wir es, unseren Klienten Sicherheit, Struktur und
mand nach einer Zeit wieder sagt: „Das schaff ich jetzt Lebensqualität zu geben. Christine ist dabei eine große
alleine!“, erzählt sie mit einem Lächeln. Stütze – zuverlässig, aufmerksam und mit viel Herz für
die Menschen, die sie begleitet.“
Doch ihr Blick reicht weiter als bis zum nächsten Staub-
korn. Christine hat ein Gespür dafür, wenn es einem Kli- Kurz erklärt: Was sind Entlastungsleistungen?
enten nicht gut geht. Dann sucht sie das Gespräch mit
dem Team aus der Personenzentrierten Komplexleistung Entlastungsleistungen sind Angebote, die Pflegebedürfti-
(PKL), das eng mit dem Pflegedienst zusammenarbeitet. ge und ihre Angehörigen im Alltag unterstützen – etwa
„Wir sind ständig im Austausch. Wenn sich jemand zu- durch Hilfe im Haushalt, Begleitung beim Einkaufen oder
rückzieht oder „alte“ Symptome wiederkommen, spre- organisatorische Unterstützung. Voraussetzung ist min-
chen wir sofort miteinander“, erklärt sie. Diese enge Zu- destens Pflegegrad I.
sammenarbeit sorgt dafür, dass niemand durchs Raster
fällt und kleine Veränderungen früh bemerkt werden. Die Leistungen werden über die Pflegeversicherung ab-
gerechnet und tragen dazu bei, dass Menschen möglichst
Bevor Christine im Pflegedienst ankam, hat sie im Un- lange selbstbestimmt in ihrem Zuhause leben können.
ternehmensverbund bereits andere Bereiche kennenge-
lernt. Rückblickend sieht sie diese Stationen als wertvolle Pflegedienstleitung Melanie Wagner berät Sie gern per-
Schritte, die ihr halfen, ihren Platz zu finden. „Ich konnte sönlich, welche Möglichkeiten es im Rahmen der Entlas-
mich ausprobieren, Neues kennenlernen und herausfin- tungsleistungen gibt.
Tintenfisch Winter 2025 27

