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Stiftung Finneck und Kräutermühle Kölleda feiern über 20 Jahre erfolgreiche Kooperation
WENN AUS ZUSAMMENARBEIT EINE
PARTNERSCHAFT WÄCHST
as im Januar 2005 mit einem kleinen Auftrag be- entsteht in Kürze ein neuer Förderbereich und die Zweig-
gann, ist heute eine starke Partnerschaft: seit mehr werkstatt Sömmerda findet ein neues passgenaues Objekt.
Wals 20 Jahren arbeiten die Stiftung Finneck und die Die modernen Hallen bieten aber auch Platz für neue Ko-
Kräutermühle Kölleda eng zusammen. Damals füllten die operationen – so entschied sich die Kräutermühle, in freien
Werkstätten der Stiftung erstmals Gewürzgläser für die Kräu- Hallenteilen ein Pufferlager für Kräuter und Gewürze einzu-
termühle und deren Kunden ab – ein Projekt, das sich bis richten und zusätzliche Dienstleistungen durch die Werk-
heute stetig weiterentwickelt hat. stätten übernehmen zu lassen.
Damit Bio-Gewürze überhaupt abgefüllt werden dürfen, ist Seit einigen Monaten übernehmen Beschäftigte der Stif-
eine jährliche Ökozertifizierung notwendig. Dieses Gütesie- tung Finneck das Entladen, Prüfen, Einlagern und Kommis-
gel bestätigt, dass die Produkte unter besten hygienischen sionieren von Kräutern aus aller Welt. „Am Anfang braucht
Bedingungen verarbeitet werden. es immer etwas Zeit, bis neue Abläufe gut funktionieren“,
„Von Anfang an mussten die Räume, Geräte und Abläufe sagt Werkstattleiter Deubler. „Aber die Beschäftigten lernen
stimmen“, erklärt Mandy Kleinod, langjährige Gruppenleite- schnell und wir entwickeln die Prozesse gemeinsam wei-
rin in der Rehawerkstatt. Dazu gehören Hygieneschleusen, ter. Dazu gehört natürlich auch Grenzen auszuloten und zu
Edelstahltische, genaue Waagen, Schutzkleidung und eine kommunizieren.“
sorgfältige Dokumentation der Arbeit. Gemeinsam mit ihrem Da sich die Arbeitswelten der Stiftung zunehmend auf das
Kollegen Christian Pennewiß und ihrem Team sorgt sie da- sogenannte Fulfillment-Geschäft – also das Verpacken, La-
für, dass alle Vorschriften eingehalten werden. gern und Versenden von Waren – spezialisieren, wurde die
Auch auf Seiten der Kräutermühle wird die Zusammenarbeit Zusammenarbeit noch erweitert. In der Rehawerkstatt wer-
sehr geschätzt. Heiko Werner, einer der drei Geschäftsfüh- den inzwischen Bio-Gewürze in Großpackungen verpackt
rer, lobt die langjährige Partnerschaft: und international an Firmen und Endkunden verschickt.
„Wir arbeiten seit vielen Jahren hervorragend mit der Reha- Von der Partnerschaft profitieren beide Seiten:
werkstatt zusammen. Natürlich läuft nicht immer alles per- • Die Kräutermühle Kölleda stärkt die regionale Wirt-
fekt, aber wir haben gelernt, die Stärken der Menschen in schaft, agiert nachhaltig durch weggefallene Transport-
den Werkstätten zu erkennen und zu nutzen.“ wege und leistet einen wichtigen sozialen Beitrag.
Diese Wertschätzung gründet auf persönlichen Erfahrungen. • Die Stiftung Finneck eröffnet Menschen mit Behinde-
So hat der Garten- und Landschaftsbau der Werkstatt Ras- rung neue Lern-, Arbeits- und Entwicklungsmöglichkei-
tenberg auf Werners Privatgrundstück einen neuen Garten- ten – sei es im geschützten Rahmen oder als Sprung-
teich angelegt und die Außenanlage umgestaltet. „Dabei brett in den allgemeinen Arbeitsmarkt.
habe ich gesehen, wie unterschiedlich die Menschen sind
– und wie jeder auf seine Weise einen wichtigen Beitrag „Unser Ziel ist es, den Bereich Arbeitswelten und berufliche
leistet“, erzählt er. Bildung weiter zu öffnen und anschlussfähige Konzepte zu
entwickeln“, betont Mathias Aller. „Wir wollen neue Arbeits-
Im Zuge der Weiterentwicklung der Arbeitsbereiche trafen und Bildungsfelder erschließen, inklusive Betriebe schaffen
sich Werkstattleiter Christoph Deubler und Geschäftsbereichs- und so mehr Menschen den Zugang zum ersten Arbeits-
leiter Mathias Aller mit Heiko Werner, um über neue Projekte
zu sprechen – etwa die Entwicklung einer eigenen Gewürz- markt ermöglichen.“
marke. Beim Besuch in der Kräutermühle tauschten sie sich Was es dafür braucht, fasst Aller in einem Satz zusammen:
über Herausforderungen, Ideen und Zukunftschancen aus. „Gute Beziehungen, gegenseitiges Verständnis und die Be-
Kurz darauf besuchten die Geschäftsführer der Kräutermüh- reitschaft, Herausforderungen gemeinsam zu lösen – das ist
le die Werkstattstandorte sowie die neuen Hallen der BDZ der Schlüssel für nachhaltige Zusammenarbeit.“
gGmbH, einer Tochtergesellschaft der Stiftung Finneck. Dort
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