Page 14 - Kundenzeitung
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           VOM KLASSENZIMMER
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           INS ECHTE BERUFSLEBEN
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               Die Werkstufe als Sprungbrett in die Zukunft.




                    n der Förderschule „Maria Martha“ in Rasten-  ist die  Arbeitslehre  –  dort lernen  die  Jugendlichen,
                    berg gibt es einen besonderen Abschnitt auf   was zu einer Bewerbung gehört, welche Rechte und
              Adem Weg ins Erwachsenenleben: die Werkstu-        Pflichten sie bspw. im Arbeitsleben haben.
              fe. Sie umfasst die Schuljahre 11 und 12 und verfolgt
              ein klares Ziel – den Jugendlichen den Übergang in die   Ein zentraler Bestandteil ist das wöchentliche Prakti-
              Arbeitswelt und ein eigenständiges Leben zu erleich-  kum, das den Schülern hilft, herauszufinden, welche
              tern. Hier geht es nicht mehr um klassischen Schul-  Tätigkeiten ihnen liegen und wo sie sich vielleicht
              unterricht, sondern um lebenspraktische und berufs-  später einmal beruflich sehen.
              vorbereitende Inhalte.
                                                                 „Wir begleiten unsere Schüler engmaschig – sei es im
              „Unsere Schüler haben in den Jahren davor viele Fä-  Unterricht oder auch während der Praktikumszeiten.
              higkeiten erlernt. In der Werkstufe geht es darum,   Es geht nicht nur um fachliche Fähigkeiten, sondern
              dieses Wissen in der Praxis anzuwenden“, erklärt   vor allem auch um Selbstständigkeit und Eigenver-
              Silke Himmelreich, die gemeinsam mit Petra Brück-  antwortung“, ergänzt Petra Brückner.
              ner seit über 20 Jahren die Schüler und Schülerinnen
              durch diesen wichtigen Lebensabschnitt begleitet.   Einer dieser Schüler ist Michelle. Der 17-Jährige hat
              „Wir dürfen ihnen die Chance geben, sich auszupro-  bereits mehrere Praktika absolviert – von der Lager-
              bieren, Stärken zu entdecken und eigene Wege für   logistik über Büroarbeit bis hin zur Unterstützung in
              die Zukunft zu entwickeln.“                        einem Pflegeheim.

              Die Werkstufe vermittelt grundlegende Fähigkeiten   „Ich wollte einfach verschiedene Sachen ausprobie-
              für verschiedene berufliche Tätigkeiten – ganz unab-  ren und sehen, was mir liegt“,erzählt er.
              hängig vom Berufsfeld. Dort lernen sie alles rund um
              das Leben: Wie kaufe ich kostengünstig, aber gesund   Besonders gut hat ihm die Arbeit im Bereich Lager
              ein? Wie führe ich einen Haushalt? All diese Themen   und Logistik gefallen. Die dazugehörigen Aufgaben
              bestimmen den Schulalltag. Auch Teil des Unterrichts





           14  Tintenfisch  Sommer 2025
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